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Abtönfarben: mineralische Farbtöne selbst mischen

Wer mit Kalk arbeitet, stößt schnell auf eine Regel: Nicht jedes Farbmittel überlebt die stark alkalische Umgebung. Gewöhnliche Abtönfarben verblassen darin oder verändern ihren Ton, teils schon nach wenigen Wochen. Abtönfarben für Kalk sind darauf ausgelegt und bleiben farbstabil. Damit mischen Sie sich Ihren Wunschton selbst, statt aus einer festen Farbkarte wählen zu müssen.

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Was diese Abtönfarben können

Die HAGA Vollton- und Abtönfarbe ist eine extrem stark pigmentierte Abtönpaste, die auch pur als Farbe gestrichen werden kann. Sie ist silikat- und kalkverträglich, hochdeckend und sehr farbstark. Alle Abtönfarben sind mit Bindemitteln auf Pflanzenölbasis gebunden.

Der Begriff Vollton- und Abtönfarbe beschreibt dabei zwei Anwendungen in einem Produkt. Als Abtönfarbe geben Sie kleine Mengen in eine weiße Basisfarbe und erzeugen so Pastelltöne und mittlere Farbtiefen. Als Volltonfarbe streichen Sie das Produkt pur und erhalten den kräftigsten möglichen Ton, etwa für Akzentflächen, Bordüren oder kleine Details.

Warum Kalkverträglichkeit entscheidend ist

Kalk ist stark alkalisch, und genau darauf beruht seine schimmelwidrige Wirkung. Für Farbmittel bedeutet diese Umgebung allerdings Stress: Pigmente, die nicht kalkecht sind, werden zerstört, der Ton verblasst oder kippt.

Das Ärgerliche daran ist der zeitliche Verzug. Direkt nach dem Streichen sieht die Wand aus wie geplant, und erst nach Wochen zeigt sich, dass das Blau grau wird oder das Rot ausbleicht. Dann hilft nur Überstreichen. Deshalb lohnt es sich, von vornherein zu einem Produkt zu greifen, das ausdrücklich silikat- und kalkverträglich ist.

Die Farbtöne im Sortiment

Verfügbar sind 17 Farbtöne, die das gesamte Spektrum abdecken. Neben den klaren Bunttönen wie Echtgelb, Orange, Rot, Grün, Blau, Ultramarinblau und Violett finden Sie die klassischen Erdtöne, also Ocker, Umbra grünlich, Oxidbraun, Dunkelbraun und Konstantgelb.

Dazu kommen die kräftigen Oxidtöne Oxidrot und Oxidschwarz sowie Weinrot, Gold und Weiß. Gerade die Erd- und Oxidtöne sind in der Denkmalpflege und im Altbau interessant, weil sie den historischen Farbwelten entsprechen. Ein Beispiel für einen kräftigen Klassiker ist Oxidrot, für die klare Seite steht etwa Ultramarinblau.

Gebinde und Ergiebigkeit

Die Abtönfarben sind in Flaschen zu 350 g und zu 1000 g erhältlich. Weil die Pasten extrem stark pigmentiert sind, reicht für einen Pastellton bereits eine kleine Menge, während kräftige Töne entsprechend mehr Farbe brauchen.

Planen Sie den Bedarf lieber großzügig. Der Grund liegt weniger im Preis als in der Reproduzierbarkeit: Wer mitten in der Arbeit nachbestellen muss, steht vor der Aufgabe, den Ton exakt erneut zu treffen.

So tönen Sie richtig ab

Der wichtigste Rat vorweg: Mischen Sie die gesamte benötigte Menge in einem Ansatz an. Ein zweiter Ansatz trifft den Ton praktisch nie exakt, und der Unterschied fällt auf der fertigen Wand sofort auf, besonders bei seitlichem Licht.

Gehen Sie dabei schrittweise vor: Geben Sie die Abtönfarbe portionsweise in die Basisfarbe und rühren Sie jeweils gründlich durch, bevor Sie nachdosieren. Notieren Sie sich die Mengen mit, dann können Sie den Ton später reproduzieren. Und beurteilen Sie das Ergebnis nie im nassen Zustand, denn mineralische Farben trocknen deutlich heller auf als sie im Eimer wirken.

Legen Sie vor der großen Fläche eine Probefläche auf dem tatsächlichen Untergrund an und lassen Sie sie vollständig durchtrocknen. Das kostet einen Tag und erspart im Zweifel das Überstreichen einer ganzen Wand.

Wofür Sie die Abtönfarben verwenden können

Die naheliegendste Anwendung ist das Einfärben von weißer Kalkfarbe. Die passende Basis finden Sie bei unserer weißen Kalkfarbe. Weil die Abtönfarben zusätzlich silikatverträglich sind, lassen sie sich ebenso in silikatgebundenen Systemen einsetzen.

Und weil sie pur streichbar sind, eignen sie sich für kräftige Akzente, bei denen eine abgetönte Farbe nicht intensiv genug wäre. Beachten Sie bei der Verarbeitung die Angaben des Herstellers zum jeweiligen Produkt sowie die zulässige Zugabemenge in der Basisfarbe.

Selbst abtönen oder fertig kaufen?

Beides hat seine Berechtigung. Selbst abtönen lohnt sich, wenn Sie einen ganz bestimmten Ton treffen möchten, der in keiner Farbkarte steht, oder wenn Sie mit Volltonfarbe arbeiten wollen.

Fertig eingefärbte Produkte sind dagegen im Vorteil, wenn der Farbton reproduzierbar sein soll, etwa weil Sie später nachbestellen oder ausbessern möchten. Eine Auswahl finden Sie bei unserer bunten Kalkfarbe. Einen Überblick über das gesamte Programm gibt die Kategorie Kalkfarbe.

Schutz beim Arbeiten

Beim Abtönen arbeiten Sie mit stark pigmentierten Pasten und in aller Regel mit einer alkalischen Basisfarbe. Tragen Sie deshalb Handschuhe und eine Schutzbrille, decken Sie den Arbeitsbereich ab und rechnen Sie damit, dass hochpigmentierte Farbe auf Textilien und Fugen dauerhafte Spuren hinterlässt. Beachten Sie zusätzlich die Sicherheitshinweise auf dem Gebinde.

Abtönfarben bei Naturbau24

Sie möchten Ihren Wunschton selbst mischen oder mit kräftigen Volltönen arbeiten? Bei uns finden Sie 17 Farbtöne als Vollton- und Abtönfarbe in Flaschen zu 350 g und 1000 g, silikat- und kalkverträglich und mit Bindemitteln auf Pflanzenölbasis. Das übrige Programm des Herstellers zeigt unsere Übersicht zu HAGA, weitere natürliche Baustoffe finden Sie im Bereich Lehm und Kalk. Gern beraten wir Sie zu Farbton und Bedarf. Sprechen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen weiter.

Häufige Fragen zu Abtönfarben

Was ist der Unterschied zwischen Vollton- und Abtönfarbe?

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Es ist dasselbe Produkt in zwei Anwendungen. Als Abtönfarbe geben Sie es in eine weiße Basisfarbe, um einen helleren Ton zu erzeugen. Als Volltonfarbe streichen Sie es pur und erhalten den kräftigsten möglichen Farbton.

Kann ich jede Abtönfarbe für Kalkfarbe verwenden?

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Nein. Kalk ist stark alkalisch und zerstört nicht kalkechte Farbmittel, der Ton verblasst oder verändert sich. Verwenden Sie ausschließlich Produkte, die ausdrücklich als kalkverträglich ausgewiesen sind.

Welche Farbtöne gibt es?

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17 Töne von klaren Bunttönen wie Echtgelb, Orange, Rot, Grün, Blau, Ultramarinblau und Violett über Erdtöne wie Ocker, Umbra grünlich und Oxidbraun bis zu Oxidrot, Oxidschwarz, Weinrot, Gold und Weiß.

In welchen Gebinden sind die Abtönfarben erhältlich?

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In Flaschen zu 350 g und zu 1000 g. Weil die Pasten extrem stark pigmentiert sind, reicht für Pastelltöne bereits eine kleine Menge.

Warum sollte ich alles in einem Ansatz mischen?

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Weil ein zweiter Ansatz den Ton praktisch nie exakt trifft. Der Unterschied fällt auf der fertigen Wand auf, besonders bei seitlichem Licht. Notieren Sie sich die Mengen, um den Ton später reproduzieren zu können.

Warum wirkt die Farbe nach dem Trocknen anders?

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Mineralische Farben trocknen deutlich heller auf, als sie im nassen Zustand wirken. Beurteilen Sie den Ton deshalb erst an einer vollständig durchgetrockneten Probefläche auf dem echten Untergrund.