Warum zwischen den Sparren gedämmt wird
Der Hohlraum zwischen den Sparren ist ohnehin vorhanden und wird sonst nicht genutzt. Dort einzudämmen kostet also keine Wohnfläche und keine Raumhöhe, anders als bei einer zusätzlichen Innendämmung.
Anders als bei der Innendämmung mit Holzfaserdämmplatten wird die Dämmung hier direkt in die Dachkonstruktion integriert. Damit eignet sie sich ideal für den Dachausbau oder die Sanierung, weil sie von innen umsetzbar ist. Das Dach muss nicht abgedeckt werden, es entstehen keine offenen Bauzustände und keine Abhängigkeit vom Wetter.
Warum Holzfaser für das Dach passt
Holzfaserdämmstoffe sind flexibel, diffusionsoffen und besitzen eine hohe Wärmespeicherfähigkeit, was sowohl im Sommer als auch im Winter für ein angenehmes Raumklima sorgt.
Der zweite Punkt ist im Dach der entscheidende. Ein Dachgeschoss heizt sich im Sommer auf wie kein anderer Raum, weil die Sonne direkt auf die Fläche trifft. Ein Dämmstoff mit hoher Wärmespeicherfähigkeit verzögert, wann diese Hitze innen ankommt, und dämpft die Spitze. Klassische leichte Dämmstoffe dämmen im Winter vergleichbar, lassen die Hitze im Sommer aber deutlich schneller durch.
Die Diffusionsoffenheit wiederum sorgt dafür, dass Feuchtigkeit im Aufbau nach innen abtrocknen kann, statt sich in der Konstruktion zu sammeln. Bei einem Holzdach, dessen Sparren dauerhaft trocken bleiben müssen, ist das ein zentrales Argument.
Die STEICO flex 036 im Detail
Die STEICO flex 036 ist eine hochwertige, flexible Holzfaserdämmung, die für ökologische Bauweisen, energieeffiziente Sanierungen und nachhaltige Neubauten entwickelt wurde. Dank der niedrigen Wärmeleitfähigkeit von 0,036 W/(m*K) bietet sie eine überlegene Wärmedämmung und sorgt für maximalen Hitzeschutz im Sommer sowie optimalen Kälteschutz im Winter.
Für die Verarbeitung ist ein anderes Merkmal entscheidend: Mit ihrer hervorragenden Klemmkraft und flexiblen Struktur passt sich die Matte an verschiedene Bauteile an und gewährleistet eine einfache Verarbeitung. Praktisch bedeutet das, dass sie zwischen den Sparren von selbst hält, sobald sie leicht überbreit zugeschnitten wird. Sie brauchen keine zusätzliche Unterkonstruktion, um sie in Position zu halten.
Erhältlich sind Materialstärken von 40 mm bis 240 mm, sodass sich die Dämmung an die Sparrenhöhe anpassen lässt. Die Pakete gibt es in verschiedenen Flächeninhalten, was die Mengenplanung erleichtert.
Die richtige Stärke wählen
Als Grundsatz gilt: Die Dämmung soll die Sparrenhöhe möglichst vollständig ausfüllen. Bleibt ein Luftspalt zwischen Dämmung und Innenbeplankung, entsteht dort eine Zone, in der Luft zirkulieren und Feuchtigkeit kondensieren kann.
Reicht die Sparrenhöhe für die gewünschte Dämmstärke nicht aus, wird die Konstruktion üblicherweise aufgedoppelt, also mit zusätzlichen Hölzern quer oder längs erweitert. Das ist der Normalfall bei Altbausparren, die für heutige Anforderungen zu flach sind. Die konkrete Dämmstärke ergibt sich aus der energetischen Berechnung Ihres Vorhabens und gehört in die Hand des Planers oder Energieberaters.
Ohne Luftdichtung wirkt keine Dämmung
Dieser Punkt entscheidet über Erfolg oder Schaden. Eine Dämmung bremst den Wärmestrom, sie hält aber keine Luft zurück. Strömt warme, feuchte Raumluft durch Fugen in die Konstruktion, kühlt sie dort ab und gibt ihre Feuchtigkeit an das Holz ab. Genau so entstehen Bauschäden in gedämmten Dächern.
Raumseitig gehört deshalb eine luftdichte Ebene auf die Dämmung, also eine Dampfbremse, sorgfältig verklebt an allen Stößen, Rändern und Durchdringungen. Passende Systeme finden Sie in unserer Kategorie proClima Luftdichtung. Sparen Sie hier nicht am Klebeband und nicht an der Sorgfalt, denn eine perfekt eingebaute Dämmung mit undichter Ebene ist schlechter als eine mittelmäßige mit dichter.
Hohlräume und Fugen sauber schließen
Um Sparren, Kehlbalken, Firstpfetten und Durchdringungen herum bleiben immer Stellen, an die keine Matte passt. Diese Fugen sind Wärmebrücken und ein Einfallstor für Luftströmungen, wenn sie offen bleiben.
Für genau diesen Zweck gibt es Stopfhanf. Er ist ideal zum Stopfen von Hohlräumen und Fugen, besteht aus schäbenarmen Hanffasern mit unter 6 % Schäbenanteil und ist frei von umweltschädigenden Zusatzstoffen. Die Verarbeitung ist sauber und staubarm, das Material hautverträglich und ohne Juckreizverursachung, was bei Überkopfarbeit im Dach spürbar angenehmer ist als bei mineralischen Dämmstoffen. Dazu ist Stopfhanf robust, langlebig und hat sehr gute Dämmwerte. Erhältlich ist er im Sack zu 5 kg und 7,5 kg.
Der Aufbau nach innen
Auf die luftdichte Ebene folgt die Innenbekleidung. Wer den ökologischen Aufbau konsequent fortführen möchte, findet in Lehmbauplatten eine passende Lösung. Sie bringen zusätzliche Masse ins Dachgeschoss, wirken feuchteregulierend und ergänzen den Sommerhitzeschutz der Holzfaser sinnvoll.
Zwischen den Sparren oder darüber?
Beide Wege haben ihre Berechtigung. Die Zwischensparrendämmung ist von innen umsetzbar, kostet keine Dachfläche und ist die Wahl, wenn das Dach dicht ist und nur der Innenausbau ansteht.
Eine Aufsparrendämmung liegt dagegen über den Sparren und vermeidet damit die Wärmebrücken, die das Holz selbst darstellt. Sie ist bauphysikalisch die elegantere Lösung, setzt aber voraus, dass das Dach ohnehin neu eingedeckt wird. Häufig werden beide kombiniert. Für Wandflächen im Dachgeschoss lohnt zusätzlich der Blick auf die Innendämmung.
Zwischensparrendämmung bei Naturbau24
Sie bauen Ihr Dachgeschoss aus oder sanieren energetisch? Bei uns finden Sie flexible Holzfaserdämmung in Stärken von 40 bis 240 mm, Stopfhanf für Fugen und Hohlräume sowie die passende Luftdichtung. Einen Überblick über alle Dämmstoffe gibt unsere Kategorie Dämmung. Gern beraten wir Sie zu Dämmstärke und Aufbau. Sprechen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen weiter.


